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11. Juni 2010

Die Erziehung des Hundes Teil 2

Die ersten Schritte für ein harmonisches Miteinander

Das erste, was die meisten Welpen vom Menschen lernen ist folgendes:

Mein lieber Hund, merke Dir:

„Du musst nur beständig und hartnäckig genug sein, bis ich aufgebe und bleib ja konsequent dabei!“

Gewöhnen Sie Ihren Hund möglichst früh an die Umwelt. Angst ist völlig normal und für das Überleben wichtig. Nur die Überwindung der Angst (nicht das Ausweichen davor!)  macht den Hund stabil und belastbar.

Alltagssituationen müssen vom Menschen kontrolliert werden, damit der Hund das Gewünschte lernt, auch wenn es auf Mitmenschen manchmal unhöflich wirken kann.

Beispiel: Oft stößt man beim Spaziergang mit einem Welpen auf Mitmenschen, die den Hund durch freudiges zurufen und streicheln zum hochspringen auffordern und ihn dabei durch das Schenken von Aufmerksamkeit belohen. Richtig ist, dass der Welpe nur gestreichelt werden darf, wenn er sitzt und ruhig bleibt. Ein Hund weiß von sich aus nicht, was von ihm erwartet wird. Das gewünschte Verhalten muss  ihm erst beigebracht werde. Hunde lernen immer, auch wenn man es nicht will. Der Grat zwischen „unverschämt“ und „höflich“ ist beim Hund schmal. Es ist wichtig darauf zu achten, dass alle Versuche des Hundes „mit dem Kopf durch die Wand“ zu gehen zum Scheitern verurteilt sind und nur „manierliches“ Benehmen sich lohnt. Wenig konsequent trainierte Abläufe können Hundeverhalten völlig umkrempeln!

Die Kontrolle der Ohren, Augen und Zähne, das Behandeln von kleinen Verletzungen und das Entfernen von Zecken, gehört zum Alltag vieler Hundebesitzer. Der Hund muss lernen, dass es unterschiedliche Arten von Berührungen gibt und dass es keinen Erfolg bringt, sich durch zappeln entziehen zu wollen. Es muss alles vorher trainiert werden, was später reibungslos ablaufen soll. Im Krankheitsfall ist Training dann kaum möglich und belastet den Hund zusätzlich.

Das Spiel mit dem Hund kann durch Einhaltung  bestimmter Regeln in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

  • Sie legen Beginn und Ende selbst fest.
  • Der Hund darf  nicht einfach nach dem Spielzeug grabschen.
  • Das Spielzeug muss zu jeder Zeit „Aus“ gegeben werden.
  • Der Hund soll lernen, dass Spielzeug zu apportieren.
  • Der  Hund bleibt beim Werfen des Spielzeuges an Ort und Stelle und der Hundeführer kann es selbst holen.
  • Der Hund muss zurückgerufen werden können, wenn er dem Spielzeug nachläuft, ohne es aufzunehmen.

Wenn alle Familienmitglieder die festgelegten Regeln beachten, dann ist der Hund immer kontrollierbar, auch wenn er älter ist.

Kontrolliere die Spiele I Kontrolliere Deinen Hund

Ihre Hundeschule C.Saalfeld

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe

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About hundeschule

Christiane Saalfeld Hundetrainer AusbildungStudium der Tierpsychologie an der ATN (Akademie für Tiernaturheilkunde) – Spezialisierung HundZertifizierung durch die Tierärztekammer Schleswig Holstein als qualifizierter Hundeerzieher und Hundeverhaltensberater.